Unsere Rohstoffe und ihre Verarbeitung

  • Obst-Unterscheidungen

    Obst lässt sich auf verschiedene Weise in Kategorien einteilen. Dabei sehen wir hier ab von Sonderfällen wie zB Rhabarber, der eigentlich ein Gemüse ist, aber im allgemeinen wie Obst verwendet wird. Alle Aufzählungen sind unvollständig und orientieren sich an dem, was uns derzeit zur Verfügung steht.

    Eine praktische und auch gängige Unterscheidung ist:
    Kernobst: Apfel, Birne, Quitte, Mispel
    Steinobst: Zwetschge, Schlehe, Pflaume, Kirsche, Kornelkirsche
    Beerenobst: Stachelbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Holunder, Weinbeere (Traube)

    Die botanische Unterscheidung erwähnen wir hier nur kurz, im Abschnitt Wildpflaumen kommen wir etwas ausführlicher darauf zurück:
    Malus (Äpfel), Pyrus (Birnen), Cydonia (Quitten), Prunus (Zwetschgen, Pflaumen, Kirschen, Schlehen), Chaenomeles (Schein- oder Zierquitten), Rubus (Brombeeren, Himbeeren)

    Alles mit absolutem Anspruch auf Unvollständigkeit...

  • Wann ist Obst reif? Wann noch unreif, wann schon überreif?

    Darüber ließe sich ein langer Text verfassen, wir erörtern hier nur kurz einige Aspekte. Aus Sicht der Pflanze wäre die Antwort eindeutig: eine Frucht ist dann reif, wenn die enthaltenen Samen optimal fortpflanzungs-, also keimfähig sind. Aber das ist nicht unser Kriterium, für uns sind die Früchte Rohstoffe für Produkte zum Genießen.

    Es kommt zunächst auf die Art an. Quitten entwickeln ihr typisches, feines und intensives Aroma erst bei Vollreife, kurz bevor sie fallen und verderben. Kornelkirschen müssen fallen, Stachelbeeren müssen geerntet werden, bevor sie weich werden und dann fade schmecken. 

    Es kommt auch auf die Verwendung an. Zwetschgen für Kuchen oder Kompott müssen noch fest sein, für Mus braucht man weiche Früchte, und für feinen Zwetschgenbrand muss man sie schrumpelig-überreif werden lassen. Ähnlich bei Birnen: Entsaften ist nur möglich, solange sie hart sind, sonst gibt es Brei. Für die Brennmaische sind sie erst dann richtig, wenn sie "schmelzen", kurz bevor sie verderben. Einzulagernde Tafeläpfel und -birnen müssen vorsichtig vom Baum gepflückt werden. Wirtschaftskernobst, das umgehend zerkleinert und eingemaischt oder gepresst wird, lässt man besser fallen oder schüttelt es erst dann vom Baum, wenn es sowieso bald fallen würde.

    Es kommt zudem auf die Sorte an. Zuchtsorten der Mispel werden geerntet, sobald die ersten Früchte fallen. Die Wildform braucht Frost, vorher sind die Früchte steinhart und schwer zu verarbeiten. Am meisten ausgeprägt sind die Unterschiede jedoch beim Kulturapfel. Der optimale Erntezeitraum erstreckt sich über fast ein halbes Jahr: Frühsorten reifen im Juli, sehr späte Sorten werden erst Mitte Dezember pflückreif. Überhaupt: Pflückreife und Genussreife sind bei Äpfeln und Birnen zwei Paar Stiefel. Vom Biss in einen Apfel, den Sie im Spätherbst soeben leicht vom Baum pflücken konnten, werden Sie sehr wahrscheinlich enttäuscht sein. Es gilt die Faustregel: je später die Reife, desto länger muss die Frucht auf Lager liegen. Im Extremfall werden Anfang Dezember geerntete Äpfel erst im März genussreif. Nur sehr frühe Sorten (die sogenannten Kornäpfel) sind sogleich genießbar. Da kehrt sich die Problematik eher um: für den Klarapfel ist der optimale Erntezeitpunkt, solange er gerade noch grasgrün und fest ist. Wenige Tage später ist er gelb, mehlig und schmeckt fade.

    Noch ein paar Worte zum Fallobst, das allgemein einen schlechten Ruf hat. Es ist ungenießbar und verursacht Entsorgungsaufwand. Stimmt, aber nur teilweise. 
    Den ersten Fruchtfall gibt es bei Äpfeln und Birnen, etwas weniger auffällig auch bei Steinobst, schon früh im Jahr. Beim Kernobst ist das Phänomen so ausgeprägt, dass es einen eigenen Namen bekommen hat: Junifall. Ein Baum, der im Frühjahr reich geblüht hat und auch entsprechend von Insekten befruchtet wurde, kann den entstehenden Fruchtansatz nur teilweise zur Reife bringen. Er stößt ab, was er ohnehin nicht ernähren kann, vorwiegend die schwächeren, kleineren, zurückgebliebenen Früchtchen. Dies sei aber hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt.
    Wichtiger ist der folgende, sich unregelmäßig bis zur Vollreife hinziehende Prozess. Der Baum stößt auch Früchte ab, die durch Fäulnis, Schimmelpilze oder schmarotzende Tierchen geschädigt sind. Soweit möglich, bringt er sie vorher zu einer Art Notreife, immer zum Zweck maximaler Fortpflanzung. Dieser "Abfall" ist sowohl für industrielle Verwertung als auch zur Einlagerung völlig ungeeignet. Schneidet man die befallenen Partien weg, ist der verbleibende Rest trotzdem wenig schmackhaft. In manchen Jahren und an manchen Standorten kann auf diese Weise die Ernte zum Totalausfall werden, von einem überreich behangenen Baum bleibt nur ein kleines Körbchen einwandfreier Früchte übrig. Der Rest vergammelt am Boden und stellt allenfalls ein Entsorgungsproblem dar.
    Wird andererseits ein Baum nicht beerntet, landet irgendwann sein gesamter Fruchtbehang auf dem Boden. Was nicht heißen muss, dass das Obst dann schon verdorben ist. Bestimmte Apfel- und Birnensorten, die zu Mus oder Brennmaische verarbeitet werden sollen, dürfen gerne fallen. Sie haben dann optimales Aroma und man spart sich das mühsame Schütteln des Baumes, wobei ja fast immer auch Fruchtholz geschädigt wird. Wie fast alles Gute und Schöne hat auch diese Methode einen Nachteil: man muss alle paar Tage sammeln und hat nicht die gesamte Ernte zur gleichen Zeit. Letztlich sind also Kompromisse angesagt.

    An dieser Stelle möchten wir Sie vor einer gelegentlich betriebenen Täuschung warnen. Bietet Ihnen jemand Produkte von "ungespritztem" Obst an und behauptet, dieses Obst sei vollständig sauber und unversehrt gewesen, glauben Sie das bitte nicht. So etwas gibt es in der Natur nicht, wir Menschen sind nicht die einzigen Lebewesen, denen reife Äpfel gut schmecken, und keine Schutzmaßnahme wirkt hundertprozentig. Es wird immer ein gewisser Prozentsatz "bewohnter" oder kernfauler Früchte mitverarbeitet worden sein. Die kleinen Maden wären noch das geringste Problem, ihre Kloake schon eher, und äußerlich unversehrte Äpfel, deren Inneres in allen Farben schillert, sind nicht nur Einzelfälle. 
    Wir kennen diese Problematik aus langjähriger Erfahrung und schneiden bei Frühernten jede einzelne Frucht auf. Sie möchten nicht wissen, was wir dabei schon alles entdeckt haben, was ansonsten in der Saftpresse gelandet wäre, würde man nur nach äußerem Anschein gehen. Von dieser Praxis weichen wir erst ab, wenn im Spätherbst eine umfangreiche Stichprobe ergeben hat, dass die Früchte eines bestimmten Baums vollreif und einwandfrei sind.
    Kurz noch angemerkt sei, dass all das auch sortenabhängig ist. Ein im August gefallener Berner Rosenapfel wird eher ein wohlschmeckendes Produkt ergeben als ein sechs Wochen später aufgelesener Boskoop. Und manche Sorten sind recht anfällig für Fäulnis und Schimmelbefall, andere eher resitent in dieser Hinsicht.

  • Schlehen

    Für den Obstbau ist Schlehdorn ein multipler Problemfall. Er lässt sich nur schwierig gezielt ansiedeln, wo er aber einmal Fuß gefasst hat, greift er schnell um sich und bildet undurchdringliche Bestände. In Verbindung mit dem Dornenbesatz macht das die Ernte mühsam und aufwendig. In der freien Natur sind Schlehen häufig als Hecke oder an Waldrändern anzutreffen, weswegen wir sie nicht kultivieren, sondern als Wildfrucht ernten. Aber auch ihre lange Vegetationsperiode ist ein Verwertungshindernis. Schlehen blühen sehr früh, wodurch sie für Spätfröste anfällig sind. In vielen Jahren gibt es weithin gar keine Ernte, manchmal muss man lange nach tragenden Beständen suchen. Die Früchte reifen spät im Herbst, keinesfalls vor November. Ist es von August bis Oktober kühl und feucht, bleiben sie sauer und wenig aromatisch. Und dann kommt das Thema Frost, zu dem in Bezug auf Schlehen etliche Gerüchte kursieren.

    Zunächst sind die Geschmackskomponenten "sauer" und "herb" zu unterscheiden - auf Inhaltsstoffe bezogen: Fruchtsäuren und Tannine (Gerbstoffe). Was Säure und Zucker betrifft, verhalten sich Schlehen nicht anders als andere Obstgehölze: beim Reifungsprozess werden Säuren abgebaut und Zucker eingelagert. Seine überreichlichen Gerbstoffe baut der Schlehdorn erst im Spätherbst oder Frühwinter enzymatisch ab, solange die Früchte unversehrt am Strauch bleiben. Eigentlich könnten Schlehen - wie fast alle Steinfrüchte - nach der Ernte nachreifen (botanisch wird das Klimakterium genannt), in der Praxis verderben sie leider schneller durch Schimmelpilzbefall als dass sich ihr Geschmack wesentlich ändern würde. Als Bedingung für die Ernte wird weithin "nach einer Frostnacht" genannt, was jedoch nur als Faustregel zu verstehen ist. Und dann gibt die ganz schlauen Zeitgenossen, die ihre Schlehen an einem warmen Spätherbsttag pflücken und den Frost in der heimischen Tiefkühltruhe simulieren. Wir waren immer skeptisch und haben vor Jahren einen Versuch unternommen. Eine frühe (noch vor dem ersten Frost) geerntete Probe haben wir gut gemischt und in zwei Portionen geteilt. Eine Hälfte wurde für mehrere Tage bei -18° gefroren, der andere Teil bei +10° (ausgebreitet, um Verderb vorzubeugen) gelagert. Die aus beiden Fraktionen gewonnenen Produkte zeigten keinen merklichen Geschmacksunterschied.

    Kälte verlangsamt jede biochemische Reaktion, das ist ja gerade das Prinzip des Konservierens durch Tiefkühlen. In den gefrosteten Früchten passiert gar nichts, in den kühl gelagerten auch nur sehr wenig. Tatsächlich ist es vor allem die Pflanze, die ihren Stoffwechsel tiefen Temperaturen anpasst. Die Schlehen müssen also am Strauch bleiben, bis der lange genug Kälte gespürt hat. Eine frühe Frostnacht kann ausreichen, aber auch danach sollte man noch möglichst lange, mindestens ein paar Tage bis zur Ernte warten. Eine oder zwei Wochen lang sehr kühle Herbstnächte, aber ohne Luftfrost erzielen den gleichen Effekt. Frühe Ernte verringert andererseits das Risiko des Totalverlusts nach eigenlich gutem Fruchtbehang. Manchmal folgt dem ersten deutlichen Frost schnell der erste Schneefall, und wenn dieser Schnee anschließend lange auf den Sträuchern liegen bleibt, war's das mit der Schlehenernte. Sie platzen dann auf und werden vom tauenden Schnee ausgelaugt. Letztlich ist es ein Spiel mit dem Risiko, bei dem man gewinnen oder verlieren kann. Wir haben im anderen Extremfall auch noch Anfang Januar recht wohlschmeckende Schlehen geerntet.

  • Süßschlehen

    Das ist eine - zumindest in Mitteleuropa - sehr seltene Steinobstvariante. Meist wird sie als Haferschlehe bezeichnet, diese alte bäuerliche Bezeichnung beruht auf dem übereinstimmenden Reifezeitpunkt. Fand man im August oder September, also zum Zeitpunkt der Haferernte, bereits essbare Schlehenfrüchte, dann wurden die eben Haferschlehen genannt (die Bezeichnung "Kornapfel" für sehr frühe Apfelsorten hat den gleichen Hintergrund). Wir verwenden lieber den weniger gängigen Namen "Süßschlehe", weil das für alles, was nach der Ernte kommt, den wesentlichen Unterschied ausmacht. Auch eine vollreife, sehr spät geerntete "normale" Schlehe ist immer noch viel herber als eine sommerliche Süßschlehe.
    Äußerlich unterscheiden sich die Früchte nur durch die Größe: Süßschlehen können bis zu doppelt so groß werden. Der Strauch wächst mehr baumartig in die Höhe und hat im allgemeinen weniger Dornen (was allerdings wie bei vielen Prunus-Arten von der (Un-)Gunst des Standorts abhängt.

  • Zibarten/Wildpflaumen

    Hier gibt es eine erhebliche Unsicherheit bezüglich Einordnung und Benennung. Auch die Biologen sind sich uneins angesichts der kaum zu überblickenden Vielfalt der Wild- oder Kirschpflaumen, auch genannt Myrobalane (daher der Name "Mirabelle" für die großfrüchtige Zuchtform). Zwischen Prunus domestica subspezies insititia oder prisca und Prunus cerasifera sind die Unterschiede so gering und die Übergänge so fließend, weil in der Natur eingekreuzte Bastarde nicht nur möglich, sondern auch gängig sind. Was genau eine Zibarte ist und was nicht, ist auch in der Fachliteratur umstritten. Wir beenden daher den Ausflug in die botanische Wissenschaft gleich wieder und beschreiben nun, wie wir damit umgehen.

    Es gibt Wildpflaumenfrüchte in allen Formen und Farben. Länglich, kugelrund, mit oder ohne Bauchnaht, kirschgroß, viel kleiner oder fast doppelt so dick. Sie können gelb, orange, rot, blau, braun, fast schwarz, grün mit gelbem Fleck, violett bereift, glatt, fettig oder flaumig sein. Manche lassen sich leicht vom Stein lösen, bei den meisten ist das unmöglich. Sie fallen vom Baum oder bleiben daran hängen und vertrocknen oder verfaulen; je nachdem muss man sie aufsammeln, pflücken oder abschütteln. Die Erntezeit erstreckt sich von Anfang Juli bis in den Oktober hinein, je nach Sorte, Standort und Witterung. Und ab und zu kommt ein Jahr, in dem sich die Früchte eines Baumes anders verhalten als man es bis dahin gewohnt war. Manchmal schüttelt ein Gewittersturm einen ganzen Baum über Nacht leer, an dem daneben fällt dabei nur eine Handvoll Früchte, aber einige windstille Tage danach liegen sie überraschenderweise alle unten. Man muss laufend aufpassen und immer schnell reagieren können, will man diese Art Früchte sinnvoll verwerten.

    Die in Franken häufige kleinfrüchtig-gelbe Art Wildpflaume mit nicht vom Stein zu lösendem Fruchtfleisch wird im hiesigen Dialekt meist "Zibala" oder "Ziberle" genannt. In Hessen und Baden heißen sie "Zibärtle", woran schon deutlich wird, dass daher das schriftdeutsche "Zibarte" oder auch "Ziparte" kommt. Wir gehen daher die Benennung ganz pragmatisch an und bezeichnen alle, die gelbe Produkte ergeben, als Zibarten - und alle anderen, die eher rote Erzeugnisse liefern, mit dem Oberbegriff Wildpflaumen.

    Eines unserer Grundstücke, das wir seit über 25 Jahren bewirtschaften, war ursprünglich von einer Wildpflaumen-Baumhecke umgeben. Diese Bäume sind alt und sterben der Reihe nach ab, jedoch wachsen überall auf der Fläche Sämlinge hoch. Wir lassen diese so groß werden, dass sie drei Jahre lang gefruchtet haben, das Ergebnis prüfen und dokumentieren wir. Bäumchen, die nur fade-süßliche Früchte liefern, werden dann gerodet. Die mit schmackhaften und bevorzugt großen Früchten werden weiter kultiviert. So sorgen wir für den gewünschten Nachwuchs für künftige Produktion.

  • Kornel

    Die Kornel"kirsche" ist mit den "echten" Kirschen nur äußerst weitläufig verwandt. Der Name beruht einzig auf der entfernten Ähnlichkeit der Früchte. Aber allein die Form macht die Unterscheidung leicht: die Kornels sind immer länglich, nie so kugelig wie Kirschen. Die Ernte ist aufwendig, weil zum einen die Früchte fallen müssen; vom Strauch geerntet sind sie unreif und wenig aromatisch. Zum anderen reifen sie nicht gleichzeitig, weswegen man über mehrere Wochen immer wieder aufsammeln muss. Das köstliche Aroma entschädigt für den Aufwand, besonders in Mischungen mit Äpfeln und Birnen.

  • Äpfel

    Zu den Äpfeln haben wir im Abschnitt Reife schon viel gesagt. Hier beschränken wir uns auf die wichtige Feststellung, dass unsere Apfelsäfte nicht immer gleich schmecken. Wir lagern nicht zunächst alles ein, um am Ende der Saison eine große Menge Saft abzufüllen. Wir verarbeiten frisch, was gerade anfällt, und das kann heute eine ganz andere Sortenmischung sein als nächste Woche. Sie können das an der L-Nummer auf dem Etikett erkennen. Lassen Sie sich auf das Abenteuer ein, die Geschmacksvielfalt der Äpfel zu entdecken. Es gibt Tausende von Sorten weltweit, wir verwenden ungefähr 50 davon.

  • Birnen

    Ähnlich wie bei den Äpfeln gibt es auch bei Birnen einen ausgeprägten sortentypischen Geschmack. Zusätzlich ist der Pektingehalt sehr unterschiedlich. Manche Birnensäfte bleiben auch nach langer Lagerung trüb, andere klären sich schon bei der Abfüllung von selbst. Wir belassen das so, weil wir möglichst viel Natur in der Flasche einfangen möchten. 

    Auch zu den Birnen haben wir unter "Reife" schon einiges geschrieben, unter anderem, dass der Erntezeitpunkt vom Verwendungszweck abhängt. Dazu noch ein wichtiges Detail: die Fruchtstiele. Für Saft kann die ganze, noch harte Frucht zerkleinert und gepresst werden. Wird Brennmaische angesetzt, müssen die Birnen weich sein und die Stiele müssen gezogen werden. Sie gäben dem Birnenbrand eine unerwünschte holzige Note. Die Begründung ist die gleiche wie beim Flaum der Quitten. Eigentlich müsste sogar das Kernhaus entfernt werden, das bei vielen Birnensorten nicht gut schmeckt, ganz im Unterschied zu Äpfeln. Aber diesen Aufwand können wir - bisher? - leider nicht treiben, der Birnenbrand würde unverhältnismäßig teuer.

  • Mispel

    Es gibt zwei Arten Mispeln. Gelegentlich wird im Sommer die Wollmispel als Frischware angeboten, meist unter der Bezeichnung Nespole. Wir meinen hier aber nicht diese Subtropenfrucht, sondern die "echte", manchmal auch "deutsche" oder "germanische" genannte Mispel. Sie reift im späten Herbst, die in manchen Gärten anzutreffenden Zuchtformen deutlich früher als die kleinfrüchtigen, harten Wildformen.

  • Quitten

    Quitten sind im Haushalt schwierig zu verarbeiten, weil die in Mitteleuropa kultivierten Sorten einerseits sehr harte Früchte liefern, diese andererseits sehr vorsichtig behandelt werden müssen, weil sie trotz ihrer Härte sehr druckempfindlich sind und dann schnell verderben. Werden sie weichgekocht, verlieren sie viel von ihrem feinen Aroma. Im kalt gepressten Saft bleibt es weitgehend erhalten, was unsere Mischungen mit Apfel und Birne so beliebt macht. Ein echtes Problem stellt der hohe Pektingehalt der Quitten dar. Zwar bleibt das meiste davon im Pressrückstand, dem Trester, zurück, aber der Anteil im Saft ist dennoch so hoch, dass sich Trub bildet und absetzt, der nach kurzer Zeit kaum noch aufzuschütteln ist und bei längerer Lagerung eine gummiartige Konsistenz annimmt. Manchmal bilden sich hässliche Schlieren und Häute; all das ist gesundheitlich unbedenklich, aber unansehnlich und macht die Produkte unverkäuflich. Herausfiltern lässt sich das Pektin erst, nachdem es sich abgesetzt hat, bis dahin muss der frische Quittensaft konserviert werden.

    Auch der Flaum, den die Quitten meist an sich haben, verdient Beachtung. Er ist unerheblich und bleibt im Trester zurück, wenn die zerkleinerten Früchte für die Saftproduktion sogleich gepresst werden. Werden sie aber zur Vergärung eingemaischt, könnte der Flaum wochen- oder monatelang seinen unangenehmen Geschmack abgeben, der feine Quittenbrand bekäme einen terpentinartigen Beigeschmack.

    Die gerne vorgenommene Unterscheidung in Apfel- und Birnenquitten ist praktisch ohne Bedeutung. Sie bezieht sich ausschließlich auf die Form, die eben apfel- oder birnenartig sein kann. Für den Geschmack ist sie belanglos

     

  • Zierquitte, Scheinquitte, Japanquitte

    Sie heißen Scheinquitten, weil ihre Früchte zwar aussehen wie kleine Quitten, sie aber mit ihnen nur äußerst weitläufig verwandt sind (in der botanischen "Familie" der Rosengewächse). Sie werden Zierquitten genannt, weil sie, im Frühjahr wundervoll blühend, als Ziergehölze angebaut werden (und auch fleißig verwildern). Sie kommen ursprünglich aus Japan und China, wobei sich die Früchte dieser beiden bei uns heimisch gewordenen Arten deutlich unterscheiden. Auch hier sind wir ganz pragmatisch und bezeichnen diese Früchte als Japanquitten. Sie sind roh völlig ungenießbar, ihr Saft eignet sich aber hervorragend als Beimischung zu sehr süßen Apfel- und Birnensäften.

  • Holunder

    Sowohl Blüten als auch Früchte sind als Grundstoffe für Getränke geeignet. Von verbreiteten Rezepturen für "Holundersekt" oder Ähnlichem lassen wir allerdings die Finger, wir stellen nur steril abgefüllte und haltbare Produkte her. Aus den Blüten fertigen wir einen Sirup, der - wie alle unsere Sirupe - deutlich konzentrierter ist als die Produkte aus dem Getränkemarkt. Für das Geschmackserlebnis bedeutend ist, dass die Blüten nicht gewaschen und auch nicht bald nach Regenfällen geerntet werden, denn der Blütenstaub (Pollen) ist ein wichtiger Geschmacksträger. Die Blüten werden manuell gereinigt und die Stiele so weit wie möglich weggeschnitten. Im fertigen Produkt setzt sich an der Oberfläche nach einiger Zeit der Pollenanteil als eine dünne trübe Schicht ab, aus dem genannten Grund empfehlen wir, diese Schicht nicht zu entfernen, sondern aufzuschütteln.

    Auch von den Früchten entfernen wir die Stiele soweit möglich, um etwaigem grasigen Beigeschmack vorzubeugen. Roher Holunder ist auch bei Vollreife schwach giftig, der Saft muss auf mindestens 90° erhitzt werden, damit die Blausäureverbindungen zerfallen, beim Extrahieren im Dampf geschieht dies automatisch. 

    Früher konnte man davon ausgehen, dass Holunderfrüchte nur gewaschen werden müssen und ansonsten einwandfrei sind. In den letzten Jahren hat die aus Ostasien eingeschleppte Kirschessigfliege diesen Nimbus leider zerstört, sie befällt außer der namensgebenden Kirsche auch andere Früchte wie alle Beerenarten, Pfirsiche und eben auch Holunder. 

    Holunder ist ein Trödler, sowohl Blüte als Fruchtreife ziehen sich über mehrere Wochen hin. Bei der Blüte ist das eher erwünscht, weil man dann nicht eine große Menge in sehr kurzer Zeit verarbeiten muss. Die Fruchternte wird dadurch jedoch erheblich erschwert, weil an einer Dolde häufig außer reifen Einzelbeeren sowohl schon überfällig-vertrocknete als auch unreife (grüne und rote) Nachzügler vorhanden sind. Wir begegnen all diesen Problemen, in dem wir bis auf weiteres nur noch Blüten verwenden. Unsere aktuellen Apfel-Holunder-Saftmischungen sind aus eingelagerten Holundersaft-Beständen hergestellt.

  • Weintrauben

    Übliche Traubensäfte sind aus geschmacklich milden Tafeltrauben hergestellt und unverdünnt genießbar. Davon abweichend verwenden wir für unsere roten und grünen reinen Traubensäfte echte "Wein"trauben mit wesentlich dichterem Aroma und deutlich höherem Säuregehalt. Sie können diese Säfte nach Belieben auch bis 1:3 mit Wasser zu einer Schorle anmischen. Wir bieten auch geschmacklich abgerundete Mischungen mit Apfel-, Birnen- und Quittensaft an.

Alle angegebenen Preise beinhalten die aktuelle gültige Mehrwertsteuer.
Infos zum Flaschenpfand finden Sie → hier.


Saft Apfel
1ltr 2,45 €
Saft Birne
1ltr 2,95 €
Saft Quitte
0,25ltr 1,75 €
0,35ltr 1,95 €
AUS
1ltr 3,75 €
WENIG
Saft Apfel/Birne
1ltr 2,50 €
ANGEBOT
Saft Birne/Apfel
1ltr 2,90 €
AUS
Saft Apfel/Quitte
0,25ltr 1,55 €
1ltr 2,95 €
Saft Birne/Quitte
1ltr 3,30 €
Saft Birne/Apfel/Quitte
1ltr 3,55 €
AUS
Saft Traube grün
0,25ltr 1,75 €
SAISONWARE
0,50ltr 2,35 €
Saft Traube blau
0,25ltr 1,75 €
Saft Birne/Japanquitte(5%)
1ltr 3,10 €
SAISONWARE
Saft Apfel/Japanquitte(4%)
1ltr 2,50 €
SAISONWARE
Saft Birne/Quitte/Japanquitte(4%)
0,25ltr 1,80 €
Saft Traube grün/Apfel/Quitte
0,25ltr 1,95 €
AUS
0,50ltr 2,90 €
Saft Apfel/Traube grün
1ltr 3,45 €
Saft Birne/Traube blau
1ltr 3,85 €
Saft Apfel/Kornelkirsche
0,25ltr 2,30 €
1ltr 4,80 €
Saft Birne/Kornelkirsche
0,25ltr 2,55 €
1ltr 6,20 €
Saft Apfel/Mispel
0,25ltr 2,20 €
SAISONWARE
0,50ltr 3,30 €
1ltr 4,15 €
Saft Apfel/Holunder
0,25ltr 2,25 €
Saft Birne/Süßschlehe/Apfel
0,25ltr 3,95 €
AUS
0,35ltr 5,25 €
AUS
0,50ltr 6,95 €
AUS
Saft Birne/Schlehe
0,25ltr 2,70 €
Saft Apfel/Schlehe
0,25ltr 2,50 €
0,50ltr 3,95 €
1ltr 5,60 €
Saft Multisaft (herb)
0,25ltr 2,10 €
Saft Karotte/Apfel
1ltr 4,10 €
Saft Birne/Apfel/Quitte/Kirsche
1ltr 4,95 €
WENIG
Saft Wintersaft (Fruchtpunsch Schlehe-Apfel)
1ltr 6,10 €
WENIG
Saft Wintersaft (Fruchtpunsch Holunder-Apfel)
1ltr 5,50 €
Saft Birne/Quitte/Ingwer (Sommersaft)
1ltr 5,50 €
AUS
Saft Birne/Quitte/Kornelkirsche (Sommersaft)
1ltr 5,90 €
WENIG
Saft Kirsche/Apfel/Quitte
1ltr 5,65 €
Saft Apfel/Kornelkirsche/Birne
1ltr 5,90 €
WENIG
Saft Apfel/Ingwer
1ltr 3,35 €
Saft Apfel/Zwetschge
1ltr 3,55 €
Saft Birne/Ingwer
1ltr 3,85 €
Saft Smoothie rot oder gelb
0,25ltr 2,25 €
0,35ltr 2,70 €
Saft Probierkiste groß (A/B/AQ/BQ/Rhabarber/Eistee)
6 x 1 ltr 19,80 €
WENIG
Saft Probierkiste klein (6 x 250 ml)
6 x 250 ml 10,90 €
WENIG
Nektar Wildpflaume (rot)
0,25ltr 2,10 €
1ltr 3,95 €
SAISONWARE
Nektar Zibarte (gelb)
0,25ltr 1,85 €
Nektar Reineclaude/Schlehe
0,25ltr 2,55 €
Nektar Waldbrombeere
0,25ltr 3,45 €
AUS
Nektar Rhabarber
1ltr 2,95 €
Nektar Wildkirsche/Banane
0,25ltr 1,95 €
AUS
0,35ltr 2,50 €
SAISONWARE
Nektar Johannisbeere weiß
0,50ltr 3,10 €
WENIG
Nektar Johannisbeere rot
1ltr 3,90 €
Nektar Zibarte/Ingwer (gelb)
1ltr 4,55 €
Nektar Wildpflaume/Ingwer (rot)
1ltr 4,75 €
Eistee zuckerfrei
1ltr 2,50 €
Eistee mit Fruchtsaft
1ltr 2,50 €
AUS
Sirup Rosenblüte
0,35ltr 2,95 €
WENIG
0,50ltr 3,95 €
AUS
Sirup Löwenzahnblüte
0,50ltr 4,95 €
Sirup Holunderblüte
0,50ltr 5,45 €
Sirup Salbei
0,50ltr 5,45 €
Sirup Fichte
0,35ltr 4,15 €
AUS
0,50ltr 5,45 €
AUS
Sirup Melisse
0,50ltr 5,45 €
SAISONWARE
Sirup Zirbe (1:6)
0,50ltr 5,95 €
Wein Wildpflaume rot
0,50ltr 5,95 €
12.2 % vol alk
Wein Wildpflaume rosé
0,50ltr 5,95 €
14.4 % vol alk
Likör Wildpflaume
0,50ltr 9,90 €
23.3 % vol alk
Likör Apfel-Quitte
0,50ltr 7,90 €
15.0 % vol alk
Likör Macadamia-Kaffee
0,50ltr 8,90 €
WENIG
20.0 % vol alk
Likör Kräuter
0,50ltr 8,90 €
18.5 % vol alk
Quittie (Longdrink)
0,25ltr 4,75 €
1ltr 15,90 €
WENIG
14.6 % vol alk
Likör Schlehe
0,50ltr 9,90 €
WENIG
23.7 % vol alk
Brand Quitte
0,10ltr 5,95 €
0,50ltr 24,25 €
40 % vol alk
Brand Zibarte
0,10ltr 5,55 €
0,50ltr 21,95 €
40 % vol alk
Brand Zibarte aromatisiert Spirituose
0,10ltr 5,95 €
0,50ltr 23,95 €
40 % vol alk
Brand Zibarte aus dem Holzfass
0,10ltr 6,95 €
WENIG
0,50ltr 27,70 €
WENIG
40 % vol alk
Brand Obstler
0,10ltr 4,75 €
0,50ltr 18,15 €
40 % vol alk
Brand Zwetschge
0,10ltr 5,25 €
AUS
0,50ltr 20,45 €
AUS
40 % vol alk
Brand Schlehe
0,10ltr 8,75 €
0,50ltr 38,15 €
40 % vol alk
Brand Obstler aromatisiert aus dem Holzfass
0,10ltr 5,95 €
0,50ltr 23,95 €
40 % vol alk
Mus Apfel sanft
140 g 1,95 €
Mus Apfel würzig
140 g 1,95 €
Gelee Birne
180 g 2,20 €
AUS
Gelee Kornelkirsche
185 g 2,65 €
WENIG
Gelee Quitte
AUS
Gelee Schlehe
175 g 2,95 €
SAISONWARE
Konfitüre Kornelkirsche
260 g 3,95 €
AUS
Konfitüre Stachelbeere
240 g 2,95 €
AUS
Gelee Stachelbeere
AUS
Gelee Japanquitte
250 g 2,95 €
AUS
Konfitüre Zibarte
175 g 2,25 €
AUS
Konfitüre Brombeere
255 g 3,95 €
AUS
Mus Zwetschge
190 g 2,45 €
Konfitüre Mispel
185 g 2,25 €
Konfitüre Wildkirsch-Banane-Aronia
250 g 2,95 €
SAISONWARE
Konfitüre Wildpflaume
245 g 2,95 €
SAISONWARE
Konfitüre Zibarte
0 g 2,95 €
SAISONWARE
Konfitüre Wildpflaume-Ingwer
0 g 3,20 €
SAISONWARE
Konfitüre Zibarte-Ingwer
0 g 3,20 €
SAISONWARE
Chutney Quitte süß
190 g 3,95 €
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